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Journal

Meine schwierigste Unternehmerentscheidung

Die Zusammenarbeit mit Viromed war eine meiner schwierigsten Entscheidungen als Unternehmer. Dafür musste ich einen Teil der Freiheit aufgeben, die mir über viele Jahre lieb geworden war. Heute kann ich sagen: Nach allem, was wir bisher gemeinsam erreicht haben, war dieser Schritt richtig.

Von Jan LangGeschäftsführer, AMAMUS Vet

Persönlicher Beitrag2 Min. Lesezeit

Warum ich etwas verändern wollte

Mit unserer ersten coldPlasma-Technologie, der DBD, waren wir medizinisch sehr erfolgreich. Trotzdem gab es Punkte, mit denen ich nicht zufrieden war: Auf der Haut waren elektrische Entladungen spürbar. Behandlungen im Maul und im Ohr waren nur unter Narkose möglich. Für mich war deshalb klar, dass ich nach einer Verbesserung suchen wollte.

Der bisherige Erfolg war für mich kein Grund, diese Grenzen einfach hinzunehmen. Ich wollte bessere Behandlungsmöglichkeiten schaffen. Gleichzeitig wusste ich: Eine solche neue Entwicklung konnten wir aus eigener Kraft definitiv nicht stemmen.

Wie viel Freiheit war ich bereit abzugeben

Damit stand ich vor einer Entscheidung, die mich persönlich sehr beschäftigt hat: Sollte ich meine Unabhängigkeit bewahren oder mich auf eine enge Zusammenarbeit mit Viromed einlassen? Meine unternehmerische Freiheit war mir wichtig. Mich zu binden bedeutete, künftig gemeinsam zu entscheiden und meinen bisherigen Freiraum zu verändern.

Auf der anderen Seite stand die Chance, eine Entwicklung möglich zu machen, für die uns allein die Mittel fehlten. Es ging also um etwas sehr Konkretes: Wie konnten wir die Behandlung verbessern, wenn unsere eigenen Möglichkeiten dafür nicht ausreichten?

Die Gespräche mit Uwe Perband

Ich habe lange mit Uwe Perband, dem Gründer von Viromed, gesprochen. Diese Gespräche waren für meine Entscheidung ausschlaggebend. Am Ende entschied ich mich für die Zusammenarbeit. Leicht fiel mir das nicht. Die Aussicht auf bessere Möglichkeiten nahm mir das Ringen um meine Freiheit nicht ab.

Was wir gemeinsam erreicht haben

Die Zusammenarbeit hat uns entscheidende Vorteile gebracht. Wir konnten die Behandlungsmöglichkeiten verbessern. Zugleich profitieren wir von geringeren Produktionskosten: Neben den Geräten für den Veterinärmarkt werden auch Geräte für den Humanbereich produziert. Die größeren Stückzahlen ermöglichen Preisvorteile.

Wie viel dieser Schritt bewegt hat, zeigt für mich besonders eine Zahl: Bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit verkauften wir so viele Geräte wie in den sieben Jahren zuvor zusammen. Außerdem konnten wir zahlreiche internationale Partner gewinnen.

Was ich aus dieser Entscheidung mitnehme

Meine Freiheit war mir viel wert, und das ist sie weiterhin. Diese Entscheidung hat mir aber gezeigt, wie wichtig es sein kann, sich auf einen Partner einzulassen, wenn man aus eigener Kraft an Grenzen stößt. Für mich musste die Zusammenarbeit die Möglichkeit eröffnen, unsere Technologie weiterzuentwickeln und mehr Anwender zu erreichen.

Bisher hat sich genau das bestätigt. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Viromed für mich bis heute die richtige Entscheidung – auch wenn der Schritt dorthin einer der schwierigsten war.